Einfach(er) machen.

Ende Dezember ist mir bewusst geworden, dass ich lange nicht mehr draußen an der frischen Luft gejournalt hatte. Das Skizzenbuch blieb auf meinen Runden im Rucksack und wartete vergebens darauf raus geholt zu werden. Eingeklemmt zwischen Sitzkissen, Stiften und Farbkasten vermisste es wohl etwas den freien Himmel über sich.

Und ich vermisste es mit meinem Skizzenbuch draußen zu sein. Ich vermisste es Farben, Beobachtungen, Begegnungen und Geräusche vor Ort festzuhalten. Ich entschied mich, dies zu ändern.

Also habe ich zunächst geschaut, was mich tatsächlich daran hindert draußen zu journaln. Klar, es war Dezember und Winter. So richtig gemütlich konnte ich es mir draußen nicht machen. Ich wollte nicht so lange draußen verweilen. Fazit: Das Journaln musste schneller gehen.

Doch dafür war es mir zu umständlich das Skizzenbuch aus dem Rucksack zu kramen. Ja, das hört sich vielleicht banal an, doch das war meine Stellschraube.

Ich machte es einfacher.

Statt eines Rucksacks nehme ich nun eine Gürteltasche mit auf meine Runden. Das A5-Journal habe ich gegen ein 11x11cm kleines Journal getauscht. Mit dabei ist noch ein Buntstift, eine kleine Aquarellpalette-to-go, dazu Wassertankpinsel und Farbtuch.

Das ist alles. Und ehrlich, mehr passt auch nicht in die Gürteltasche :)

Wenn ich jetzt was spannendes sehe, dann greife ich flott in meine Gürteltasche und habe alles da. Anstatt einer ausführlichen, künstlerischen Journalseite mache ich kurze, schnelle Skizzen und ein paar Notizen oder halte auch nur mal die Farben fest.

Das mache ich jetzt schon seit einigen Wochen und es funktioniert. Das Journal sieht freien Himmel, die Seiten füllen sich und ich?

Ich bin sehr happy, dass ich hier eine Lösung für mich gefunden habe. Wäre das auch was für dich?

Liebste Grüße, Stella

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Warum zusammen alles leichter ist.